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Pressemitteilungen

NOZ berichtet über Polzins Celan-Skulptur

Stefan Lüddemann von der Neuen Osnabrücker Zeitung berichtete am 20.7.2019 über Alexander Polzins Skulptur "Hommage à Paul Celan", die 2016 im Anne-Frank-Garten in Paris eingeweiht wurde, über moderne Formen der Gedenk-Kultur und über die germanistische Diskussion darüber, was die Skulptur Polzins mit Celans Dichtung zu tun hat. Hierfür hat Lüddemann Prof. König interviewt, der zum Verhältnis von Polzins Skulptur und Celans Gedichten kürzlich zwei Aufsätze publiziert hat. König plädiert dafür, die Skulptur nicht über die Biografie Celans sondern über die Gedichte zu erschließen.

Hier finden Sie den Artikel zum Download.

Hans Peter Martin und Christoph König im Gespräch (im Rahmen der Osnabrücker Friedensgespräche)

Am 25. April 2019 war im Rahmen der Osnabrücker Friedensgespräche der Politiker Dr. Hans Peter Martin in Osnabrück zu Gast, um sein neuestes Buch "Game Over" vorzustellen. Im Podiumsgespräch diskutierte mit ihm Prof. Christoph König.

Hier finden Sie die Übertragung der Veranstaltung:

Begrüßung

Das europäische Endspiel

China und die Globalisierung

Zerrissenheit der Gesellschaften in Europa

Gedicht von Donald Berger

Mit diesem Gedicht bedankte sich der amerikanische Dichter Donald Berger für den Workshop von 30.5.-2.6.2019 in Marbach:

The hills by the runway in Zurich are full of thanks,
there are outlets for every kind of adaptor.
The sky thinks of our breakfasts at Keim in Marbach,
there's plenty of water in the terminal enough to feed gratitude
and good-natured living for time completely open.
Like a friend hopping on a train
the white cross on a field of red on the tail of the jet,
thoughts decide to travel outside themselves,
kings of laughter, a world thanks you, everyone at the table
opens to the page whose words appear whenever they want..
Thank you!, the cars say.
Trees no matter what kind stay still on the flat land where the yellow plane
slows down a little, knowing what to do, when it wants.

Guillaume Métayer und Marc de Launay im Interview

In einem Interview mit culture-france sprechen der Philosoph und Übersetzer Marc de Launay und der Übersetzer Guillaume Métayer über Nietzsche als Dichter-Philosoph und Philosophen-Dichter. Sie stellen im Rahmen der Sendung "La compagnie des poètes" von Manou Farine ihre neuen Nietzsche-Ausgaben vor:

Poèmes complètes de Friedrich Nietzsche. Belles lettres, 2019; trad. par Guillaume Métayer

Nietzsches Oeuvres (II) Bibliothèque de la Pléiade, 2019; sous la direction de Marc de Launay

Guillaume Métayer hat in seiner Übersetzung des poetischen Werks Nietzsches auch für die Edition der Dichtungen aus dem Nachlass Großes und Wichtiges geleistet. Im Interview verweist Métayer auf die Forschungsthese von Prof. Christoph König bezüglich des Verhältnisses von Poesie und Philologie und auf den von ihm geprägten Begriff der zweiten Autorschaft.

Marc de Launay stellt den neu erschienenen zweiten Band der Neuausgabe der Werke Nietzsches in der Pléiade vor, der die Werke "Menschliches, Allzumenschliches", "Morgenröthe" und "Die fröhliche Wissenschaft" in französischer Übersetzung enthält.

Beide sprechen über Nietzsches Verfahren als Dichter - Philosoph - Philologe.

Den ganzen Podcast können Sie hier hören.

Förderpreise für Marie Thiele und Benjamin Krutzky

Im Rahmen der feierlichen Verleihung der Förderpreise der Universität Osnabrück am 7.3.2019 wurden Marie Thiele und Benjamin Krutzky sowie 35 weitere ausgezeichnete AbsolventInnen der Universität Osnabrück geehrt. Beide haben ihre Arbeiten bei Herrn Prof. Dr. Christoph König geschrieben, und wurden von ihm vorgeschlagen.

Marie Thiele, B.A.,  wurde vom Studentenwerk Osnabrück für ihre ausgezeichnete Bachelorarbeit sowie für ihr Engagement im Hochschulbereich geehrt. Im Mittelpunkt ihrer Bachelorarbeit stehen die Taschenbücher von Rainer Maria Rilke – die Originale liegen aber der Öffentlichkeit unzugänglich im Familienarchiv Rilke. So hat sich Thiele auf die Abschriften von Katharina Kippenberg konzentriert, die im Deutschen Literaturarchiv Marbach bislang ungenutzt liegen. Die Abschriften geben die Taschenbücher Rilkes in Teilen wieder. Das erste Heft der Kippenbergschen Aufzeichnungen hat Thiele in ihrer Bachelorarbeit analysiert und erstmals kritisch editiert, wofür sie die Bestnote erhielt. Darüber hinaus zeigt Thiele ein großes soziales Engagement. So ist sie seit 2016 Teil der Organisation der »Osnabrücker LeseLounge«. Zudem engagiert sie sich seit langem als Vertreterin verschiedener Ämter in der Fachschaft des Fachbereichs Sprach-und Literaturwissenschaft.

Benjamin Krutzky, M.Ed., wurde von den „Vier Osnabrücker Buchhandlungen“ für seine ausgezeichnete Masterarbeit geehrt. Krutzky widmete sich in seiner Masterarbeit der Edition und Interpretation von Rilkes »Cornet«. Der Titel lautet: „Edition und Interpretation der ‚Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke‘ von Rainer Maria Rilke“. Die Masterarbeit steht in Zusammenhang mit einer neuen Ausgabe der »Sämtlichen Werke« Rilkes, die am Lehrstuhl von Prof. Dr. Christoph König entsteht. Für die Arbeit erhielt Krutzky die Bestnote und beendete sein Lehramtsstudium für berufsbildende Schulen (Metalltechnik und Deutsch).

Hier finden Sie die Broschüre mit allen diesjährigen PreisträgerInnen

sowie die Pressenachricht der Universität Osnabrück.

Zu den Bildern der Preisverleihung gelangen Sie hier.

Goethe-Tagung in Cerisy

Unter dem Titel ›Goethe – L’actualité d’un inactuel‹ stand die von Prof. Christoph König gemeinsam mit Prof. Denis Thouard geleitete Tagung in Cerisy-La-Salle von 20.-27. August 2018.

Im Zentrum des Programms standen die Werke Goethes aus seinen späteren Schaffensperioden: Faust II, Wilhelm Meisters Wanderjahre, West-östlicher Divan, Epigramme, Natur- und kunstwissenschaftliche Schriften. Leitend war der Grundgedanke einer zweiten Autorschaft, und Ziel war zu verstehen, welche Formen die Kreativität annimmt, wenn die Werke in der Wiederaufnahme früherer eigener Werke, aber auch von Werken der Weltliteratur entstehen. Der Fokus auf die Kreativität wurde bestärkt durch die systematische Integration sogenannter ‚ateliers de lecture‘, die neben die Vorträge traten und in denen gemeinsam knappe Textpassagen oder einzelne Gedichte diskutiert wurden: Goethes Aufsatz ‚Über Laokoon‘ gehörten dazu, und ebenso die Gedichte ‚Hegire‘, ‚Anklang‘, ‚Offenbar Geheimnis‘ aus dem ‚West-östlichen Divan‘ sowie die Marienbader ‚Elegie‘ (1823) und Goethes Übersetzung des Rachegedichts von Ta’abbatta Scharran (das er in ‚Besserem Verständnis‘ aufnahm). Das abschließende ‚atelier‘ über Goethes Diderot-Übersetzungen und seine Vorbemerkungen dazu führte – im Gewand der Übersetzungsreflexion – Goethes Gedanken über das Verstehen vor und machte erneut deutlich, wie Goethes hermeneutische Reflexion auf die Produktionsprozesse selbst bezogen bleibt.

In den Vorträgen und Lektüre-Ateliers wurde ein neuer Goethe sichtbar. Dieser neue Blick verdankte sich wesentlich der Komposition der Teilnehmer: den Kern bildeten Goethe-Spezialisten, doch hinzu kamen ebenbürtig Vertreter anderer Philologien (Romanistik, Arabistik), Übersetzer, Künstler (das Gesprächskonzert über Lieder auf der Grundlage von Werken Goethes zeigte, dass die Komponisten wohl deutlicher als andere das Poetische realisierten) und Schriftsteller, ebenso Philosophen, die auf die ‚allgemeine‘ Bedeutung der Kreativität Goethes immer wieder hinlenkten.

Das Teilnehmerfeld war zudem international, die Teilnehmer kamen aus: Frankreich, Deutschland, Israel, den USA, Österreich, England, der Schweiz. Dass Französisch die maßgebliche Sprache der Vorträge und der Diskussionen war, erwies sich unverhofft auch insofern als Vorteil, als die Trennung der Sprache des Gegenstands und der Sprache der Betrachtung zu hermeneutisch günstigen Distanzierungen führte, die selbst wieder in der Diskussion bedacht wurden.

Das Echo der Teilnehmer war durchweg positiv: Die Goethe-Forscher sahen sich genötigt, ihre Vorstellungen zu verändern (Roland Krebs sprach von einem ‚colloque mémorable‘), und die anderen waren angetan von der Erweiterung ihrer (Wissens-)Horizonte. Am Ende fasste Adolf Muschg alles in einem Bild zusammen: Er sah eine Theatergesellschaft am Werk, die ein Stück aufführen sollte (mit dem Titel ‚Goethe-Kolloquium‘) und in der alle entschieden zu dem Gelingen beitragen wollten, schon alleine deshalb, weil man angesichts der Autorität, die über allem thronte (nämlich Goethe), keine Dummheiten sich erlauben durfte. Nikolaus Halmer hat mit den Teilnehmern während der Tagung Interviews geführt und daraus eine einstündige Sendung für den ORF gestaltet.

Hier finden Sie zwei Beiträge über die Tagung und insbesondere über den Vortrag von Prof. Werner Wögerbauer (Université de Nantes) über Goethes ›Römische Elegien‹: ein Bericht auf france culture und als Stream zum Nachhören.

Hören Sie hier die ORF-Sendung von Nikolaus Halmer.