Liao Yiwu. Freiheit der Literatur – Lesung, Gespräch und Flötenspiel

Am 27. Juni 2018 ist der Schriftsteller Liao Yiwu zu einer Lesung ganz besonderer Art an der Universität Osnabrück zu Gast. Die Veranstaltung findet um 18:15 in der Schloss-Aula statt.

Im Zentrum des Abends wird der Roman „Die Wiedergeburt der Ameisen“ stehen, der 2012 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde. 2011 ist Liao Yiwu über Vietnam nach Deutschland geflohen, wo er seitdem lebt. In diesem verknüpft Liao Yiwu autobiografische Momente mit der politischen Geschichte Chinas und benennt schonungslos die Greuel eines brutalen Regimes ohne jedoch in Hoffnungslosigkeit oder Resignation zu erstarren. Das eindrückliche Werk ist allein in deutscher Sprache veröffentlicht, dessen chinesisches Manuskript von Liao Yiwu während seiner Haft 1992 begonnen und stückweise aus dem Gefängnis geschmuggelt wurde.

Im Rahmen der Veranstaltung wird Liao Yiwu jeweils kurze Passage im chinesischen Original vorstellen, dann liest die Sinologin und Übersetzerin Karin Betz von der Universität Göttingen aus ihrer deutschen Übersetzung des Romans. Im gemeinsamen Podiumsgespräch werden Herbert Wiesner, der ehemalige Generalsekretär des deutschen PEN-Zentrums und Professor Christoph König von der Universität Osnabrück mit Liao Yiwu über die Bedeutung der Freiheit der Literatur und die Situation in China sprechen. Gerahmt wird das Gespräch von Liao Yiwus Flötenspiel, eine Kunst, die er während seiner Zeit im Gefängnis erlernt hat. So stehen die Kunst und die Politik gleichermaßen im Mittelpunkt des Abends.

Veranstaltet wird der Abend im Rahmen des Germanistischen Kolloquiums gemeinsam mit den Osnabrücker Friedensgesprächen.

Die Lesung wird am Mittwoch, 27. Juni in der Aula des Osnabrücker Schlosses stattfinden und beginnt um 18:15 Uhr. Der Eintritt ist frei. Info-Telefon: 0541/969-4010.