Hörspielabend mit Karl Bruckmaier

Fotos: Lev Silber

Mit dem Vortrag des Hörspielregisseurs Karl Bruckmaier am 28.11. widmete sich das Germanistische Kolloquium der Frage der Gattungen in medialer Perspektive. Im Mittelpunkt stand dabei Elfriede Jelineks Stück Am Königsweg, das das Ergebnis der Auseinandersetzung der Literaturnobelpreisträgerin mit der Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten ist.

Bei der Veranstaltung im Renaissancesaal des Ledenhofs, die in Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen stattfand, stellte Bruckmaier Auszüge aus dem Stück vor, das nach einer ersten Lesung des gekürzten Texts in New York und noch vor den ersten Theater-Aufführungen in Gänze in einer Hörspiel-Fassung für den Bayerischen Rundfunk erschien.

Daneben stellte der Autor, Journalist und Regisseur, der mehrfach mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet wurde, Ausschnitte aus seinen anderen Radioproduktionen vor, unter anderem aus Peter Weiss‘ Die Ästhetik des Widerstands (BR/WDR 2007), und gab den Zuhörern Einblicke in den Gestaltungsprozess eines Hörspiels.

Dabei ging es nicht zuletzt darum, wie aus dem geschriebenen Wort ein Hör-Spiel wird, wie sich also die Transformation von einer Kunstform in eine andere vollzieht; eine Frage, die auch die abschließende Diskussion bestimmte.

Nähere Informationen über das Stück und das Hörspiel selbst finden Sie auf der Webseite des BR.