Celan liest Rilke – Masterclass Rilke 2018

Nach dem großen Erfolg der Masterclass 2017 in Sierre wird dieses Jahr wieder eine Masterclass unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph König stattfinden: vom 13. bis 16.8.2018 in der ›Maison de Courten‹ in Sierre, dem Sitz der Fondation Rilke.

Die Masterclass richtet sich an Nachwuchswissenschaftler der Germanistik, der Romanistik, der Komparatistik und der Philosophie weltweit und versteht sich als reflektierte Einübung einer insistierenden Lektüre, die den Prozess der Kreation in den Gedichten, die Arbeit am Sinn nachvollzieht. Die Fragen lauten nun: Wie nimmt Celan in seinen Gedichten zu Rilkes Werken Stellung? Welchen neuen Blick auf Rilkes Gedichte gibt Celan? Und hält er unserer philologisch-kritischen Lektüre stand?

© Fondation Rilke

 

Bewerbungen (mit Begründungsschreiben, CV und gegebenenfalls mit einer ausgewählten Publikation) sind bis zum 25.5.2018 zu richten an: Fondation Rilke, Rue du Bourg 30, CH – 3960 Sierre. info@fondationrilke.ch; www.fondationrilke.ch

Hier finden Sie Links zum offiziellen Flyer mit weiteren Informationen, zu einem chinesischen Blog mit einer Ankündigung der Masterclass sowie einem Link zur Fondation Rilke, sowie zur Ausschreibung auf H-Germanistik.

Nietzsche-Lektüren Teil III – Tagung des Peter Szondi-Kollegs

Titelentwurf zu >Also sprach Zarathustra< im Brief an Heinrich Köselitz, 1. Februar 1883

Mit dem programmatischen Titel „Lektüren zu mehrt“ tagt das Peter Szondi-Kolleg vom 30.5. bis 3.6. im Nietzsche-Haus in Sils Maria (Engadin) und widmet sich nun zum dritten Mal Friedrich Nietzsche. Auf dem Programm steht beim diesjährigen Treffen der dritte Teil von Also sprach Zarathustra.

Geleitet wird der Workshop von Prof. Dr. Christoph König in Verbindung mit Prof. Dr. Mark-Georg Dehrmann (HU Berlin).

Das Programm der Tagung finden Sie hier.

Goethe-Tagung in Cerisy

© Klassik Stiftung Weimar

Vom 20.-27. August dieses Jahres findet im Centre Culturel International de Cerisy (Frankreich) die von Christoph König gemeinsam mit Denis Thouard und Heinz Wismann organisierte Tagung »Goethe: L’actualité d’un inactuel« statt. Das Kolloquium geht von der Problematik aus, dass Goethes Bedeutung unbestritten ist, seine Texte jedoch kaum intensiv gelesen werden und eher den Anschein des Unzeitgemäßen erwecken. Dagegen wird der Versuch gesetzt, Goethe als aktuellen Zeitgenossen zu gewinnen, indem man das Inaktuelle richtig begreift, nämlich im Sinne der radikalen Subjektivität dieses Œuvres, das sich erst einer erneuten, ebenso insistierenden wie historisierenden Lektüre vermittelt.

Nähere Informationen zur Tagung finden Sie auf der Webseite des Tagungszentrums in Cerisy-la-Salle. Den Flyer mit dem Programm können Sie hier herunterladen.

Erfolge in der Nachwuchsförderung

In den vergangenen Monaten hat es am Lehrstuhl mehrere Erfolge gegeben. Ganz aktuell werden im Rahmen der Förderpreise der Universität Osnabrück 2017/18 zwei von Christoph König betreute Arbeiten ausgezeichnet.

Der Förderpreis des Osnabrücker Universitätsverlages geht in diesem Jahr an Michael Woll für seine Dissertation über Hugo von Hofmannsthals Komödie Der Schwierige und ihren Beitrag zur Frage nach der Verbindung von Werkinterpretation und Wissenschaftsgeschichte (Zweitbetreuer David E. Wellbery, Chicago).

Für ihre Bachelorarbeit über Adalbert Stifters Roman Der Nachsommer und ihr Engagement in der Fachschaft Germanistik erhält Anna Moira Hotz auf Vorschlag von Christoph König den Förderpreis des Studentenwerks. Beide Preise werden am 8. März im Universitätshauptgebäude (Schloss) verliehen.

Bereits 2017 wurde Feelia Küster auf Empfehlung von Christoph König in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

Weitere Informationen zu Konzepten der Nachwuchsförderung in der Arbeit von Christoph König finden Sie hier.

Rilke-Vortrag in Moskau

Am kommenden Mittwoch (7. Februar) spricht Christoph König bei der internationalen Konferenz »Kulturtransfer um 1900: Rilke und Russland«. Sein Vortrag handelt von Rilkes Korrespondenz mit Frauen und deren Niederschlag in seinen Gedichten.

Die Veranstaltung steht im Kontext der trinationalen Ausstellung »Rilke und Russland«, die 2017 in Bern und Zürich Station gemacht hat und nun in Moskau eröffnet. Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite.

Rilke-Vortrag in Wien

Im Rahmen der Ringvorlesung über „Liebe und Hass in Philosophie, Religion und Literatur“, die an der Universität Wien von Violetta L. Waibel durchgeführt wird, hat Christoph König am Montag, dem 22. Januar, einen Vortrag über „Rilkes Korrespondenz mit Frauen und deren Niederschlag in seinen Gedichten“ gehalten. Eine Tonaufzeichnung der Veranstaltung finden Sie in der Philosophischen Audiothek.

Hörspielabend mit Karl Bruckmaier

Fotos: Lev Silber

Mit dem Vortrag des Hörspielregisseurs Karl Bruckmaier am 28.11. widmete sich das Germanistische Kolloquium der Frage der Gattungen in medialer Perspektive. Im Mittelpunkt stand dabei Elfriede Jelineks Stück Am Königsweg, das das Ergebnis der Auseinandersetzung der Literaturnobelpreisträgerin mit der Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten ist.

Bei der Veranstaltung im Renaissancesaal des Ledenhofs, die in Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen stattfand, stellte Bruckmaier Auszüge aus dem Stück vor, das nach einer ersten Lesung des gekürzten Texts in New York und noch vor den ersten Theater-Aufführungen in Gänze in einer Hörspiel-Fassung für den Bayerischen Rundfunk erschien.

Daneben stellte der Autor, Journalist und Regisseur, der mehrfach mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet wurde, Ausschnitte aus seinen anderen Radioproduktionen vor, unter anderem aus Peter Weiss‘ Die Ästhetik des Widerstands (BR/WDR 2007), und gab den Zuhörern Einblicke in den Gestaltungsprozess eines Hörspiels.

Dabei ging es nicht zuletzt darum, wie aus dem geschriebenen Wort ein Hör-Spiel wird, wie sich also die Transformation von einer Kunstform in eine andere vollzieht; eine Frage, die auch die abschließende Diskussion bestimmte.

Nähere Informationen über das Stück und das Hörspiel selbst finden Sie auf der Webseite des BR.

Vorträge Héctor Pérez-Brignoli (Costa Rica)

Am Dienstag und Mittwoch, 12./13. Dezember, ist Héctor Pérez-Brignoli (Universidad Nacional de Costa Rica) an der Universität Osnabrück zu Gast. Zunächst spricht er am 12.12. um 18 Uhr (Raum 15/128, Seminarstraße 20) im Rahmen der Vortragsreihe Entre las Américas des Costa Rica Zentrums über The Costa Rican way: Education, social reform and the rule of peace. Am 13.12. um 10 Uhr ist Pérez-Brignoli in Christoph Königs Goethe-Seminar zu Gast (Raum 22/215, Heger-Tor-Wall 14); das Thema dieses Vortrags ist eine methodologische Fragestellung der historischen Wissenschaften: Narrative and the Writing of History.

Osnabrücker Wissensforum: Kann Literatur die Gesellschaft verändern?

Am Freitag, dem 17. November, fand in der Schlossaula das 10. Osnabrücker Wissensforum statt. Auf Einladung der Universität und der Neuen Osnabrücker Zeitung gaben 33 Professorinnen und Professoren aus den verschiedenen Fachbereichen Antworten auf Fragen, die aus der Leserschaft der Zeitung gestellt wurden. Christoph König sprach zur Frage, ob Literatur die Gesellschaft verändern kann. Das Video des Vortrags sehen Sie hier, weitere Informationen zum Wissensforum sind auf der Webseite der Universität zusammengestellt.