Goethe-Seminar in Weimar

Eine Exkursion ans Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar bildete vorige Woche den Abschluss der Vorlesungszeit am Lehrstuhl. Ein Seminar unter der Leitung von Christoph König und Bernhard Fischer (Direktor des GSA) widmete sich dem Alterswerk Johann Wolfang Goethes, insbesondere Wilhelm Meisters Wanderjahre, West-östlicher Divan, Faust II.

Einen Einblick in die Materiallage vermittelte den Studentinnen und Studenten eine Führung durch die Handschriftenabteilung, an den sich ein Besuch mit Christoph Schmälzle im Weimarer Stadtschloss und ein Rundgang durch die restaurierte Anna-Amalia-Bibliothek anschloss.

Vorträge in Leipzig und Wuppertal

In den kommenden Tagen wird Christoph König Vorträge an den Universitäten in Leipzig und Wuppertal halten. Zunächst spricht er am 28.6. über Nietzsches Also sprach Zarathustra und Dionysos-Dithyramben; nähere Informationen dazu auf der Webseite des Leipziger Literaturwissenschaftlichen Colloquiums. Am 11.7. stehen an der Bergischen Universität Wuppertal »Konzepte der Materialität« im Mittelpunkt, am Beispiel Goethes, Nietzsches und Rilkes.

Eine Rückschau auf den Besuch von David Wellbery, der in Osnabrück einen Vortrag über Goethe gehalten hat, finden Sie in unserer Fotogalerie. Von der 50. AGES-Tagung in Nantes, bei der die Osnabrücker Germanistik mit drei Vorträgen vertreten war, gibt es ebenfalls eine Bildergalerie auf der Webseite der Université de Nantes.

David E. Wellbery und Isabelle Kalinowski im Germanistischen Kolloquium

David E. Wellbery

In der kommenden Woche finden zwei Veranstaltungen im Rahmen des »Germanistischen Kolloquiums« statt, die die Grundlagen der Philologien in internationaler Perspektive in den Mittelpunkt stellen.

Am Montag, dem 19. Juni, ist Professor David E. Wellbery von der University of Chicago zu Gast. Sein Vortrag, der um 19 Uhr im Schloss (Raum 11/212) beginnt, ist Goethes »Faust«-Dichtung und dem reflexiven Formpotential der Gattung der Tragödie gewidmet. »Professor Wellbery zählt zu den herausragenden Germanisten weltweit, seine Lesekunst ist sprichwörtlich«, betont Christoph König, der im Anschluss an den Vortrag mit David Wellbery diskutieren wird: »Wir sind stolz darauf, dass zwischen der Germanistik der Universität Osnabrück und der Germanistik und der Philosophie der University of Chicago in Gestalt von David Wellbery und James Conant seit einigen Jahren eine enge Kooperation in der Fragestellung des nicht-diskursiven Denkens besteht.« Eine ausführlichere Vorankündigung dieser Veranstaltung finden Sie in der Pressemitteilung der Universität.

Am Dienstag und Mittwoch, 20.-21. Juni, findet dann ein Workshop mit Prof. Isabelle Kalinowski von der École Normale Supérieure (ENS) Paris statt. Thema ist die »Hermeneutik der Architektur in Gottfried Sempers Stil«. Die zweitägige Veranstaltung, bei der die unterschiedlichen Wissenschaftsstile in Deutschland und Frankreich im Mittelpunkt stehen, findet am Dienstag von 13-18 Uhr im Gästehaus der Universität (Lürmannstr. 33) und am Mittwoch von 9-13 Uhr am Campus Westerberg (Raum 93/E01) statt. Teilnehmer können sich bis zum 19. Juni verbindlich anmelden bei Anne Rüther (anne.ruether@uni-osnabrueck.de).

Rilke auf der Campusnacht

Bei der ersten Osnabrücker Campusnacht am Samstag, dem 10.6., war der Lehrstuhl mit Beiträgen zur Edition und Interpretation von Werken Rainer Maria Rilkes vertreten. Unter dem Titel »Literatur lesen lernen« gab Christoph König der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in die verschiedenen Tätigkeiten des Philologen. In kurzen Vorträgen wurden anschließend Beispiele vorgestellt: Michael Woll präsentierte die historisch-kritische Edition der »Sonette an Orpheus«, Tim Schünemann stellte ein Editionsprojekt von Benjamin Krutzky zu Rilkes »Cornet« vor und Na Schädlich interpretierte im Dialog mit dem Publikum das sechste Sonett aus dem zweiten Teil der »Sonette an Orpheus«.

Einen ausführlicheren Bericht über die Campusnacht, die bei sommerlichem Wetter einen Austausch zwischen den Wissenschaften an drei verschiedenen Standorten in Osnabrück ermöglichte, finden Sie auf der Webseite der Universität.

50. AGES-Tagung in Nantes

Vom 8.-10. Juni findet an der Université de Nantes der 50. Kongress der »Association des Germanistes de l’Enseignement Supérieur« (AGES) statt; zur Eröffnung der Jubiläumsveranstaltung wird unter anderem Nikolaus Meyer-Landrut, deutscher Botschafter in Frankreich, anwesend sein. Unter dem Titel »Machines – Maschinen« beleuchtet die Tagung das Wechselverhältnis zwischen der Reflexion auf die Technik einerseits und der poetischen Kreativität andererseits.

Die Osnabrücker Germanistik ist bei der Veranstaltung mit vier Vorträgen vertreten. Neben Christoph König, der in seinem Vortrag in Auseinandersetzung mit Werken u.a. von Paul Valéry, Goethe, Nietzsche und Rilke verschiedene Konzepte von Materialität entwickelt, sprechen Na Schädlich, Elisabeth Flucher und Michael Woll über die Rolle der Maschinen bei Karl Wolfskehl, Friedrich Nietzsche und Hugo von Hofmannsthal.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie ein ausführliches Programm finden Sie auf der Webseite der Université de Nantes.

Lesung mit Monika Rinck

Am Mittwoch, dem 31. Mai, liest Monika Rinck im Rahmen des Germanistischen Kolloquiums aus veröffentlichten und unveröffentlichten Gedichten. Die Veranstaltung unter dem Titel „GEHILFEN IHRER SELBST“ beginnt um 19 Uhr im Ledenhof und wird vom Germanistischen Kolloquium in Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen organisiert.

Monika Rinck, geboren 1969, studierte Religionswissenschaft, Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Bochum, Berlin und Yale und lehrte unter anderem am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität für angewandte Kunst Wien. Für ihre Gedichte, Essays, Prosa und Übersetzungen erhielt Monika Rinck zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Peter-Huchel-Preis (2013) und den Kleist-Preis (2015); Essayband „Risiko und Idiotie“, das Hörbuch „Lieder für die letzte Runde“ und der Essay „Wir“ (alle 2015).

Vortrag über das Werk Michael Köhlmeiers

Anlässlich der Verleihung des Marie Luise Kaschnitz-Preises an Michael Köhlmeier fand in der Evangelischen Akademie Tutzing eine Tagung unter der Überschrift „Klang der Welten“ statt. Christoph König hielt einen Vortrag über die Freundschaft und ihre Bedeutung innerhalb der Komposition von Köhlmeiers Werken. Nähere Informationen und das komplette Tagungsprogramm finden Sie auf der Webseite des Veranstalters.

Masterclass Rilke mit Christoph König

Vom 14.-17. August 2017 leitet Christoph König in Sierre (CH) eine Masterclass zu Rainer Maria Rilkes großen Gedichtzyklen ›Die Sonette an Orpheus‹ und ›Duineser Elegien‹. Die Masterclass, die von der Fondation Rilke veranstaltet wird, richtet sich an Studentinnen und Studenten, an junge Forscherinnen und Forscher aus den Philologien, der Philosophie und der Geschichte.

Bewerbungen (mit Begründungsschreiben, CV und gegebenenfalls mit einer ausgewählten Publikation) sind bis zum 28.04.2017 zu richten an: Fondation Rilke, Rue du Bourg 30, CH – 3960 Sierre.

Nähere Informationen und einen ausführlichen Informationsflyer finden Sie auf der Webseite der Fondation Rilke.