Tag des inhaftierten Schriftstellers

Jedes Jahr am 15. November rückt der „Tag des inhaftierten Schriftstellers“ das Schicksal von Schriftstellern ins Zentrum, die zu Unrecht inhaftiert und verfolgt werden. Das PEN-Zentrum Deutschland stellt aus diesem Anlass exemplarisch fünf Fälle vor, die die Repressionen verdeutlichen sollen, denen Schriftsteller, Journalisten, Karikaturisten und Blogger auf der ganzen Welt ausgesetzt sind. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemeldung des PEN.

Auf Nietzsches Spuren: Paul Renners Ausstellung in Pavia

In der Supernova Gallery Palazzo Bottigella Gandini in Pavia fand vom 26. Mai bis zum 1. Oktober dieses Jahres die Ausstellung »Todo es nada« von Paul Renner statt. Die Kunstwerke Renners, der als Koch und Künstler den Workshop »Über die Klugheit der Werke« anlässlich von Christoph Königs 60. Geburtstag begleitet hatte, kommentieren unter anderem Nietzsches Gedichtzyklus der »Dionysos-Dithyramben«. Eine kleine Auswahl sehen Sie mit freundlicher Genehmigung des Künstlers neben diesem Beitrag. 

Die Ausstellung endete am 1. Oktober mit einer Festveranstaltung in Pavia. Das Menü von Paul Renner stand unter dem Titel »auf den Spuren Nietzsches«. Christoph König hielt die Tischrede zum Thema »Dionysos ist ein Gedanke«. Sie handelte von Nietzsches Dionysos-Dithyrambus Klage der Ariadne.

Festvortrag von Robert Menasse in Osnabrück

Die diesjährige Festrede zum Tag der Deutschen Einheit, die traditionell im Rahmen der Osnabrücker Friedensgespräche stattfindet, hielt der Wiener Schriftsteller Robert Menasse. Der Vortrag, der den Titel »Der deutsche Mensch als Symptom« trägt, ist mittlerweile als Videomitschnitt bei Youtube verfügbar.

Einführend sprach Christoph König über den Roman Die Hauptstadt, für den Menasse wenige Tage später mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Auch von diesem Vortrag mit dem Titel »Das literarische Denken« gibt es eine Videoaufnahme.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Osnabrücker Friedensgespräche.

Vorträge in Bern, Pavia und Osnabrück

Die Festrede zum Tag der Deutschen Einheit im Rahmen der Osnabrücker Friedensgespräche hielt in diesem Jahr der Wiener Schriftsteller Robert Menasse unter dem Titel »Der deutsche Mensch als Symptom«. Einführend sprach Christoph König über »Das literarische Denken. Zum Roman Die Hauptstadt von Robert Menasse«. Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite der Osnabrücker Friedensgespräche.

[Nachtrag, 9.10.17: Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilte, erhält Menasse für Die Hauptstadt den Deutschen Buchpreis 2017.]

Bereits am 29. September hielt Christoph König einen Vortrag bei der Berner Tagung über »Rilkes Korrespondenzen« mit dem Titel »Mittlere Reflexivität – oder: Wie Rilke in den Briefen die Idiomatik seiner Dichtung vorbereitet«. Am 1. Oktober endete in Pavia Paul Renners Ausstellung »Todo es nada«; die Tischrede von Christoph König stand unter der Überschrift »Dionysos ist ein Gedanke« und handelte von Nietzsches Dionysos-Dithyrambus Klage der Ariadne.

Goethe-Seminar in Weimar

Eine Exkursion ans Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar bildete vorige Woche den Abschluss der Vorlesungszeit am Lehrstuhl. Ein Seminar unter der Leitung von Christoph König und Bernhard Fischer (Direktor des GSA) widmete sich dem Alterswerk Johann Wolfang Goethes, insbesondere Wilhelm Meisters Wanderjahre, West-östlicher Divan, Faust II.

Einen Einblick in die Materiallage vermittelte den Studentinnen und Studenten eine Führung durch die Handschriftenabteilung, an den sich ein Besuch mit Christoph Schmälzle im Weimarer Stadtschloss und ein Rundgang durch die restaurierte Anna-Amalia-Bibliothek anschloss.

Vorträge in Leipzig und Wuppertal

In den kommenden Tagen wird Christoph König Vorträge an den Universitäten in Leipzig und Wuppertal halten. Zunächst spricht er am 28.6. über Nietzsches Also sprach Zarathustra und Dionysos-Dithyramben; nähere Informationen dazu auf der Webseite des Leipziger Literaturwissenschaftlichen Colloquiums. Am 11.7. stehen an der Bergischen Universität Wuppertal »Konzepte der Materialität« im Mittelpunkt, am Beispiel Goethes, Nietzsches und Rilkes.

Eine Rückschau auf den Besuch von David Wellbery, der in Osnabrück einen Vortrag über Goethe gehalten hat, finden Sie in unserer Fotogalerie. Von der 50. AGES-Tagung in Nantes, bei der die Osnabrücker Germanistik mit drei Vorträgen vertreten war, gibt es ebenfalls eine Bildergalerie auf der Webseite der Université de Nantes.

David E. Wellbery und Isabelle Kalinowski im Germanistischen Kolloquium

David E. Wellbery

In der kommenden Woche finden zwei Veranstaltungen im Rahmen des »Germanistischen Kolloquiums« statt, die die Grundlagen der Philologien in internationaler Perspektive in den Mittelpunkt stellen.

Am Montag, dem 19. Juni, ist Professor David E. Wellbery von der University of Chicago zu Gast. Sein Vortrag, der um 19 Uhr im Schloss (Raum 11/212) beginnt, ist Goethes »Faust«-Dichtung und dem reflexiven Formpotential der Gattung der Tragödie gewidmet. »Professor Wellbery zählt zu den herausragenden Germanisten weltweit, seine Lesekunst ist sprichwörtlich«, betont Christoph König, der im Anschluss an den Vortrag mit David Wellbery diskutieren wird: »Wir sind stolz darauf, dass zwischen der Germanistik der Universität Osnabrück und der Germanistik und der Philosophie der University of Chicago in Gestalt von David Wellbery und James Conant seit einigen Jahren eine enge Kooperation in der Fragestellung des nicht-diskursiven Denkens besteht.« Eine ausführlichere Vorankündigung dieser Veranstaltung finden Sie in der Pressemitteilung der Universität.

Am Dienstag und Mittwoch, 20.-21. Juni, findet dann ein Workshop mit Prof. Isabelle Kalinowski von der École Normale Supérieure (ENS) Paris statt. Thema ist die »Hermeneutik der Architektur in Gottfried Sempers Stil«. Die zweitägige Veranstaltung, bei der die unterschiedlichen Wissenschaftsstile in Deutschland und Frankreich im Mittelpunkt stehen, findet am Dienstag von 13-18 Uhr im Gästehaus der Universität (Lürmannstr. 33) und am Mittwoch von 9-13 Uhr am Campus Westerberg (Raum 93/E01) statt. Teilnehmer können sich bis zum 19. Juni verbindlich anmelden bei Anne Rüther (anne.ruether@uni-osnabrueck.de).

Rilke auf der Campusnacht

Bei der ersten Osnabrücker Campusnacht am Samstag, dem 10.6., war der Lehrstuhl mit Beiträgen zur Edition und Interpretation von Werken Rainer Maria Rilkes vertreten. Unter dem Titel »Literatur lesen lernen« gab Christoph König der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in die verschiedenen Tätigkeiten des Philologen. In kurzen Vorträgen wurden anschließend Beispiele vorgestellt: Michael Woll präsentierte die historisch-kritische Edition der »Sonette an Orpheus«, Tim Schünemann stellte ein Editionsprojekt von Benjamin Krutzky zu Rilkes »Cornet« vor und Na Schädlich interpretierte im Dialog mit dem Publikum das sechste Sonett aus dem zweiten Teil der »Sonette an Orpheus«.

Einen ausführlicheren Bericht über die Campusnacht, die bei sommerlichem Wetter einen Austausch zwischen den Wissenschaften an drei verschiedenen Standorten in Osnabrück ermöglichte, finden Sie auf der Webseite der Universität.